Medienerziehung

Bückmannshofschule

städtische Gemeinschaftsgrundschule

Bückmannshof 16, 45326 Essen

 

Medienerziehung

(Stand:September 2014)

 

- Neue und traditionelle Medien -

 

Begründung

 

Medien haben im Zusammenhang mit Lernen allgemein - und speziell im Bereich der Schule - schon seit jeher eine bedeutsame Rolle gespielt. In der heutigen Zeit, die durch eine sich rasant entwickelnde Medienindustrie gekennzeichnet ist, gewinnen Medien - insbesondere die sog. neuen Medien - in allen Bereichen des Alltags immer mehr an Aktualität. Die Schüler und Schülerinnen die heute Generation haben mit der Akzeptanz der neuen Medien keine Probleme. Viele Grundschulkinder benutzen den Computer bereits in selbstverständlicher Weise zu Hause zum Spielen, aber auch zum Rechnen und Schreiben. Die Schule kann sich dieser Wirklichkeit nicht verschließen. Daher stellt sich die Frage, wie neue Medien in sinnvoller Weise im Unterricht eingesetzt werden können und welche Medien überhaupt für den unterrichtlichen Einsatz geeignet sind.

 

Lehrerinnen und Lehrer können durch die neuen Medien nicht ersetzt werden. Dennoch werden sie sich auf eine veränderte Berufsrolle einstellen müssen. Ihre Aufgabe wird darin bestehen, bedeutungsvolle Alltagssituationen aufzugreifen und diese für einen projektorientierten Unterricht vorzubereiten, und zwar dergestalt, dass sie einerseits die medialen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen, andererseits eine helfende und beratende Funktion übernehmen. Sie schaffen somit die Rahmenbedingungen für ein individuelles, ganzheitliches Lernen und fördern zugleich den Erwerb von Medienkompetenz. Die Integration der Medienerziehung in den schulischen Alltag bleibt somit eine aktuelle Aufgabe. Die vielfältige kreative, differenzierte und kritische Arbeit mit traditionellen wie neuen Medien soll weiterhin dazu beitragen, Medienkompetenz zu vermitteln bzw. zu erweitern.

 

Pädagogische Grundsätze

 

Beim Einsatz neuer Medien im Unterricht verfahren wir an der Bückmannshofschule nach folgenden pädagogischen Prinzipien (nach Prof. Aufenanger, Uni Hamburg):

 

· Multimedia und seine Vielfalt als eine weitere, neben anderen Lernformen anbieten

 

· Multimedia in den Unterricht integrieren und nicht separieren

 

· Multimedia in einen projekt- und problemorientierten Unterricht einbetten

 

· Kreative und produktive Möglichkeiten von Multimedia nutzen

 

· Zugang zu Multimedia mit SchülerInnen gemeinsam regeln

 

 

Seit 1995 verfolgt die Bückmannshofschule das Konzept der Medienecken im Klassenraum, bei dem zwei bis drei Computer plus Drucker, Digitalkamera und Internet-Zugang einbezogen sind. Die Computer sind dabei Teil der bekannten Funktionsecken in den Klassen, d.h. sie stehen neben anderen Medien wie Bücher, Lexika, Übungsmaterial, Spielen, Bastelmaterial, CD-Kassettenrekorder, Ausstellungstisch usw.

 

traditionelle und neue Medien zusammen = Medienecke

 

Für lehrerzentrierte Unterrichtsformen ist dieses Lernarrangement kaum geeignet, wohl aber für handlungsorientierte und die Selbsttätigkeit der Schüler unterstützende Arbeitsformen. Die Medienecke ist somit „räumlicher“ Ausdruck eines didaktischen Konzepts.

 

Praktische Nutzung der Medienecken mit PC

 

Sie werden von den Kindern immer dann in Anspruch genommen, wenn alte oder neue Medien einen Lernzuwachs versprechen. Der Computer (und die Software) ist ein Arbeitsmittel unter vielen, mit dem die Kinder arbeiten, lernen, üben oder kreativ sein können.

 

Beispiele für unterrichtliche Nutzung:

 

  • Texte schreiben: alleine eingeben, mit einem Partner oder in einer Schreibkonferenz überarbeiten und gestalten,

 

  • Geschichten miteinander fortschreiben, eine Schülerzeitung entwerfen

 

  • Schulbuchbegleitende oder unabhängige Übungssoftware zum binnendifferenzierten Üben

 

  • Software zu sachunterrichtlichen Themen, die zum Erforschen und Lernen anregt

 

  • Recherche: Das Internet oder ein Multi-Media-Lexikon bieten visuell und auditiv eine Vielzahl von Informationen an.

 

  • Projekte veröffentlichen (ins Netz stellen)

 

Bei der Auswahl der Computerprogramme wird darauf geachtet, dass diese auch für die Altersstufe und für den jeweiligen Unterrichtszweck geeignet sind. Bislang bieten allerdings erst wenige Programme die Möglichkeit einer individuellen Aufbereitung durch die Lehrkraft (positives Beispiel: Lernwerkstatt).

 

Jede Schülerin und jeder Schüler sollte zumindest einmal in der Woche die Gelegenheit zum Üben bzw. kreativen Nutzung erhalten. Als ideale Sozialform des Lernens am Gerät bietet sich die Partnerarbeit an, die einerseits die kommunikativen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler fördert und andererseits eine Reihe methodischer Möglichkeiten eröffnet.

 

Alle Rechner in den Klassenräumen arbeiten mit dem Betriebssystem Windows7 und sind von Seiten der Stadt Essen mit umfangreicher Software zu den Bereichen Mathematik, Deutsch, Fremdsprachen, Sachunterricht und weiteren Lernbereichen ausgestattet.

Durch regelmäßige Updates und Softwareaktualiserungen und - erneuerungen steht den Schülern hier stets aktuelles, interaktives Unterrichtsmaterial zur Verfügung.

 

Antolin

 

Eine Verknüpfung traditioneller Medien und neuer Medien wird mit dem Lesekonzept `Antolin´ in unseren Klassen umgesetzt. Viele der Antolinbücher können von den Kindern in unserer Schülerbücherei ausgeliehen werden. Hierdurch haben auch die SchülerInnenein Nutzen, die zu Hause wenige oder keine Bücher besitzen. Von Kinderbuchklassikern bis hin zu Neuerscheinungen haben alle SchülerInnen die Möglichkeit aus einem großen Bestand Bücher zu lesen, die ihrem Interesse und ihrem Können entsprechen.

 

Durch die interaktive Leseprogramm können die SchülerInnen im sinnentnehmenden Lesen gefördert werden, in dem sie am Computer Fragen zum Inhalt der gelesenen Bücher beantworten. Die Kinder werden motiviert, sich mit den Inhalten der gelesenen Bücher aktiv auseinander zu setzen.

 

Durch den eignen Zugang für die Lehrkräfte haben die Lehrer die Möglichkeit, sich einen eigenen Überblick über die individuelle Lesebiographie der SchülerInnen zu machen. Es werden Defizite aufgeführt, so dass eine gezielte Förderung der Kinder einsetzen kann.

 

Schülerbücherei

 

Die Bückmannshofschule verfügt über eine Schülerbücherei. An zwei Tagen können die Kinder sich aus über 1400 Büchern im Bestand Literatur ausleihen. Es gibt eine große Auswahl an Literatur, die für jeden Leser etwas zu bieten hat. Die Schülerbücherei bietet Sachbücher, Erstlesebücher, bekannte Kinderliteratur, Bilderbücher und viele mehr. Durch Spenden verschiedener Privatpersonen sowie des Fördervereins konnten im Laufe der Jahre viele neue Bücher angeschafft werden. Die ausgeliehenen Bücher können die SchülerInnen sowohl zu Hause als auch in der Schule bzw. im Unterricht als Nachschlagewerk oder Informationsquelle nutzen. Wichtig ist aber, dass die SchülerInnen dieses Medium zur Förderung des `lustbetonten Lesens´ zur Verfügung haben.

 

Weitere Mediengeräte

 

Die Schule verfügt über einen Videorekorder, einen DVD-Player, einen Fernseher sowie über eine Aktivbox mit Kassetten- und CD-Laufwerk. Diese Geräte befinden sich im Musikraum ( N 1.5.) Ebenso ist ein Diaprojektor vorhanden, mit dem die SchülerInnen besonders im Religionsunterricht aber auch in anderen Fächern Bilder betrachten können. Drei Overheadprojektoren erweitern das Sortiment.

 

Zusätzlich wurde 2003 eine Musikanlage angeschafft, die für die Schulaufführungen regelmäßig genutzt wird. Diese umfasst zwei Boxen, ein Mischpult, drei Headsets und ein Funkmikrophon.