Eckpunkte

Bückmannshofschule

städtische Gemeinschaftsgrundschule

Bückmannshof 16, 45326 Essen

 

Eckpunkte unseres Schulprogramms

 

Offen nach Innen und Außen soll unsere Schule ein Ort sein, an dem Kinder aller Nationalitäten sich wohl fühlen, gemeinsam spielen, arbeiten, lernen, Erfahrungen sammeln und bestmöglich gefördert werden. Schule und Kindertagesstätte begreifen wir als zentrale Lebensräume der Kinder im Stadtteil. Sie müssen Möglichkeiten bieten, kindliche Problemkonstellationen, die wir verstärkt in unserem Schulbezirk feststellen, aufzufangen und zu bewältigen. Schnell lernende wie langsamer lernende Kinder müssen gleichermaßen gefördert und gefordert werden durch Bildung und Erziehung, Betreuungs- und Freizeitangeboten sowie Hilfe zur Erziehung.

 

Auf diesem Hintergrund wurde bereits zum Schuljahr 2006/07 der Ausbau der offenen Ganztagsschule auf fünf Gruppen (insgesamt 125 Kinder) mit zusätzlichen Förderangeboten im Nachmittagsbereich realisiert.

Seit dem Schuljahr 2004/2005 werden die Kinder der Bückmannshofschule auch in jahrgangsgemischten Lerngruppen der Stufen 1 – 4 gefördert. Im Schuljahr 2005/06 wurde diese Form des Unterrichtens von vier auf zehn Wochenstunden bis zum Ende des Schuljahres ausgeweitet. Seit dem Schuljahr 2006/07 ist das jahrgangsgemischte Unterrichten die bestimmende Organisationsform mit 15 Wochenstunden und hat die traditionelle Klassenorganisation ersetzt. Die Lerngruppen der Stufen 1 - 4 definieren sich nun als Klassenverbände.

Für eine erfolgreiche Realisierung des Vorhabens wurden erhebliche materielle wie personelle Anstrengungen unternommen. Um den besonderen Anforderungen eines individualisierten und differenzierenden Unterrichts in dieser Organisationsform gerecht werden zu können, ist unser Ziel, jeden Klassenraum mit Lernmaterialien der 1. – 4. Klassenstufe auszustatten. So haben wir in zunehmendem Maße Montessorimaterialien in unseren Unterrichtsalltag integriert. Das didaktische Material ermöglicht dem Kind selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen, entsprechend seiner individuellen Lernausgangslage. Es ist so gestaltet, dass das Kind handlungsorientiert lernen kann. Bereits im Schuljahr 2004/2005 konnten zwei Klassenräume nahezu komplett und alle übrigen mit den mathematischen Materialien ausgestattet werden. Über weitere Sponsorenzuwendungen werden alle acht Klassenräume nach und nach mit diesen Materialien vervollständigt.

Der effektive Einsatz dieses Materials setzt andererseits ein entsprechend qualifiziertes Personal voraus. Zum Schuljahr 2005/2006 verfügten bereits vier Kolleginnen über das Montessoridiplom, weitere sieben Kolleginnen und Kollegen haben eine Ausbildung im März 2006 begonnen.

 

Ziele unserer pädagogischen Arbeit

 

Die Bückmannshofschule soll Voraussetzungen schaffen, pädagogische Zielsetzungen auf Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen effektiv umzusetzen. Ziele unserer pädagogischen Arbeit sind u. a.:

 

grundlegende Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen (z. B. Lese- und Schreibkompetenz) sowie

Einstellungen und Haltungen (z. B. solidarisches Verhalten in sozialer Verantwortung, Toleranz und

Achtung der Menschenrechte) zu vermitteln bzw. anzubahnen.

 

Fähigkeiten, Interessen und Neigungen der Kinder aufzugreifen und sie mit den Anforderungen

fachlichen und fächerübergreifenden Lernens zu verbinden.

 

die Kinder an selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen heranzuführen. Dazu gehört der

sichere Umgang mit fachlichen Arbeitsweisen.

 

durch eine herausfordernde und zugleich unterstützende, angstfreie Lernatmosphäre, Leistungs- und

Anstrengungsbereitschaft sowie Ausdauer, Zuversicht und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten

des Kindes zu entwickeln.

 

der sozialen Vereinzelung der Kinder entgegenzuwirken und ihnen Sicherheit im sozialen Gefüge einer

Lerngruppe zu geben.

 

 

Aus dem Schulprogramm der Bückmannshofschule

 

Vorgaben:

 

zweizügige Gemeinschaftsgrundschule

 

Schülerzahl ca. 200

 

ca. ein Drittel Schüler mit Migrationshintergrund (Deutsch als Zweitsprache)

 

den Kindern die Möglichkeit zu geben, selbst soziale Kontakte zu knüpfen und in kleineren und

größeren Gruppen (bevorzugt jahrgangsgemischt) zu lernen.

 

den Kindern in vielen Phasen Zeit zu geben, sich in eine Sache zu vertiefen und nach eigenem Zeittakt

zu beenden.

 

die unterschiedlichen Lernausgangslagen der Kinder zu berücksichtigen.

 

die Fähigkeit des Kindes zur positiven und realistischen Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit zu

fördern.

 

Beispiele zur Umsetzung des pädagogischen Konzepts an der Bückmannshofschule

 

Offener Unterrichtsanfang

 

Seit Einführung des offenen Unterrichtsbeginns gehen alle Schüler/innen morgens sofort in ihre Klassenräume. Die Lehrer/innen sind ab 7.45 Uhr in den Klassen. Bis um 8.00 Uhr können die Schüler/innen frei arbeiten, spielen, Gespräche untereinander und mit dem/der Lehrer/in führen. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich auf die Schule einzustellen und eine bessere Aufnahme und Lernbereitschaft für die anschließenden offenen und gelenkten Arbeitsphasen zu entwickeln.

 

Förderunterricht / Besondere Förderangebote

 

Der Förderunterricht findet in jahrgangshomogenen wie auch jahrgangsübergreifenden Lerngruppen statt. Ziel ist es, alle Kinder nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“ in die Förderangebote einzubeziehen. Langsam wie schnell lernende Kinder sollen gleichermaßen in ihrer Entwicklung voran gebracht werden.

 

Unsere Förderangebote finden in folgenden Fächern und Bereichen statt:

 

Deutsch (auch für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwächen)

 

Mathematik (auch für Kinder mit Schwierigkeiten in der Entwicklung des Zahlbegriffs)

 

Förderunterricht für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

 

Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung

 

Hausaufgabenhilfe im Anschluss an den Unterricht (Ganztagsbereich)

 

Lernen mit alten und neuen Medien

 

Einen wichtigen Stellenwert hat das Lernen mit Medien an der Bückmannshofschule. Neben der zentralen Schülerbücherei verfügt jeder Klassenraum über sog. Medienecken mit Büchern, Lexika, Übungsmaterial, Spielen, Bastelmaterial, Kassettenrekorder, Ausstellungstisch usw. Seit 1995 haben wir diese Medienecken nach und nach zusätzlich mit internetfähigen Computern und Druckern ausgestattet.

Mit Hilfe der Stadt Essen verfügen alle Klassenräume mittlerweile über zwei bis vier leistungsfähige Computer. Ein Medienkonzept stellt sicher, dass alle Kinder im Umgang mit den Neuen Medien „fit gemacht“ werden. Daneben sind wir seit dem Schuljahr 2000/2001 „Computerstützpunktschule“ und verfügen damit über einen Computerraum mit 13 vernetzten Rechnern.

 

Integratives Lernen

 

Seit dem Schuljahr 1999/2000 werden Kinder mit besonderen Förderbedarfen integrativ gefördert.

Drei Sonderpädagoginnen kümmern sich besonders um diese Schüler/innen.

 

Entwicklungsverzögerte Schulanfänger mussten vor ihrer Einschulung bislang für ein Schuljahr einen

Schulkindergarten besuchen. Seit dem Schuljahr 2004/2005 werden diese Kinder direkt in die erste

Klassenstufe aufgenommen und erhalten zusätzliche Förderung durch eine Sozialpädagogin.

 

Mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 wurde die Bückmannshofschule „offene Ganztagsschule“.

Kinder im Ganztagsbereich erhalten zusätzliche Förderung im sprachlichen, gestalterischen, musischen und

motorischen Bereich.

 

Öffnung der Schule

 

Einbezug der Eltern in das Schulleben

 

regelmäßig:

 

Büchereimütter

 

Lesemütter und Leseväter

 

Mütter/Väter leiten ehrenamtlich Arbeitsgemeinschaften: Bastel-AG, Koch-AG, Fußball-AG

 

Planung, Vorbereitung und Durchführung aller außerschulischen Aktivitäten (Schulfest, Martinszug,

Flohmarkt, Büchertisch, Elterncafé, Sportfest u. a.)

 

Mitarbeit am Schulprogramm

 

Unterrichtsbeobachtung

 

aktionsmäßig:

 

Aufbau der Schulküche

 

kindgerechte Umgestaltung des Schulhofs

 

Gestaltung der Klassenzimmer

 

Frühjahrsaktion zur Pflege der Grünanlagen, des Schulgebäudes, des Schulgartens, des

Schulhofes und der Spielgeräte

 

Zusammenarbeit mit Hort, Kindergärten, JPI, Jugendamt, ASD, RAA, Kirchen, Polizei, Straßenverkehrsamt, Uni-Essen, benachbartem Seniorenheim.

 

Schaffung zusätzlicher personeller Ressourcen:

 

Einbezug von Studentinnen/Studenten (z. B. schulpraktische Studien), Schülerpraktikanten, Integrationshelfer/innen, Helfer/in im FSJ (freiwilligen sozialen Jahr).

 

 

Projekte der Schule

 

Offene Ganztagsschule seit September 2004 (Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, zusätzliche

Förderangebote)

 

Teilnahme am Comenius-Projekt der EU (Schulpartnerschaften mit Schulen in Frankreich, Griechen-

land, Italien, den Niederlanden und Polen) Projektthema bis Juli 2005: „Märchen bei uns und

anderswo“

 

Kooperation mit der Musikschule Rhein-Ruhr (JeKi)

 

Konzept zur Mädchen- und Jungenförderung

 

"Mein Körper gehört mir“ (Prävention vor sexuellem Missbrauch)

 

Gewaltprävention

 

Langfristige Teilnahme an der Umweltaktion „Saubere Stadt“

 

Sicherer Schulweg

 

Weitere Angebote der Schule

 

zahlreiche AGs (freiwillige Schülerarbeitsgemeinschaften)

 

vierteljährliche Gottesdienste mit gemeinsamer Planung (Religionslehrerinnen, evangelische Pastorin,

katholischer Pfarrer, Mütter), Vorbereitung in den Religionsgruppen

 

Durchführung mit Hilfe aller Beteiligten:

 

Martinszug

 

Lauftreff, Sportfest, Sponsorenlauf

 

Flohmarkt